Freitag, 1. August 2008

Bäume: 2. Versuch

Vor einigen Wochen, ganz zu Beginn des Projektes, hatte ich das Vergnügen Herrn Cordewinus von Grey Funnel Line persönlich in Solingen besuchen zu können. An diesem Tag konnte ich einen sehr guten Blick auf die Mininatur Palette werfen, die im Netz leider nur sehr schlecht durch Bilder präsentiert wird. An diesem Tag entdeckte ich die „Filigranbüsche“.

Diese außerordentlich schönen und realistischen Büsche und Bäume bilden meiner Meinung nach die Krönung der Mininaturprodukte. Umso erstaunlicher ist es, dass es im Netz (zumindest bis vor kurzem) nicht ein Bild des Produktes zu finden war.

Die Filigranbüsche gibt es in 5 Sorten: Frühling, Frühling blühend, Sommer, Frühherbst und Spätherbst.

Alle 5 Arten gibt es in einer Grosspackung für 32 Euro bei Langmesser. Nicht wirklich billig, dafür bekommt man aber auch genug Büsche um 5-10 Bäume zu basteln.

Noch interessanter sind jedoch die exklusiven Kleinpackungen für 7,50 Euro bei Grey Funnel Line. Hier gibt es zwar dann nur die Sommer und Frühherbst Varianten, aber gerade die Sommervariante ist die interessanteste, da sie einen klassischen Baum abgibt. In den Kleinpackungen ist genug Material für 1-3 Bäume.

Und dann will ich euch mal zeigen, was ich so aus den Büschen gemacht habe:

(Für ein grösseres Bild auf die Bilder klicken)


Ein sehr kleiner Baum aus einem Filigranbusch Sommer.



Ein kleiner Baum aus einem Filigranbusch Frühherbst.



Ein kleiner Baum aus einem Filigranbusch Frühling blühend.



Ein recht breiter Baum aus einem Filigranbusch Sommer.



Noch ein breiter Baum, dieses mal aus einem Filigranbusch Frühling blühend.



Ein schlanker Baum aus einem Filigranbusch Frühling blühend.



Ein schlanker Baum aus einem Filigranbusch Sommer.



Und noch schlanker Baum, dieses mal aus einem Filigranbusch Frühherbst.



Ich bin bei diesen Bäumen sowohl vom Preis/Leistungsverhältnis, als auch von der recht überschaubaren Arbeit pro Baum sehr begeisert.

Leider haben die Bäume doch durchweg einen sehr dünnen Stamm von nur rund 2 mm. Das entspricht bei einem Maßstab von 1:55 nur einer Stammdicke von ca 11 cm. Für kleine Bäume ist das durchaus ok, für Grössere dann doch etwas dünn.

Auch die Abpackung der Filigranbüsche ist ein wenig negativ aufgefallen. Man hat leider keinen wirklichen Einfluss darauf, was man in der bestellten Packung vorfindet. Die Belaubung der Büsche entspricht natürlich der Verpackung (Sommer, Frühling, usw), aber welche Blütenfarbe oder welche Belaubung genau man bekommt, ist Zufall. Auch darauf, wie die Bäume gewachsen sind (gross/klein, schlank/breit) hat man keinen Einfluss.

Da ich jedoch sowohl mit Grey Funnel Line , als auch mit Langmesser, bisher überwiegend gute Erfahungen gemacht habe, denke ich, dass ein Hinweis bei der Bestellung, was genau man sucht, sicher helfen würde.


Fazit: Super Produkt, guter Preis, wenig Aufwand. Wie üblich eher was für kleinere Maßstäbe, aber auch sehr gut für 28-32mm TTs zu gebrauchen.

Montag, 28. Juli 2008

Deirdre die Dryade

Als Abschluss für die Kreaturen aus dem Wald gibt es heute eine Dryade:












Die Grundmini stammt von Reaper. An der Dryade selber habe ich nichts geändert, ihren Baum habe ich jedoch mit einigen GW Dryaden Ästen erweitert, welche dann belaubt wurden.

Das wars auch schon für heute. Im Laufe der Woche gibt’s dann Bäume V2.0

Freitag, 25. Juli 2008

Tiere aus dem Wald

Um ein bisschen mehr Leben in den Wald zu bringen gibts heute 3 Tier-Bases:



Die Eule von Reaper hat netterweise ihren Baumstumpf direkt mitgebracht.




Ich bin nicht ganz sicher, um welche Spezies es sich hier handelt. Nennen wir ihn einfach einen kleinen Tausendfüssler. Genau wie die Eule kommt auch er aus dem Hause Reaper.

Zusätzlich gibts auf der Base noch die schon bekannten selbstgemachten Steine und Pilze.






Diese knuffige Ratte, die neugierig vor ihrem Bau sitzt, ist ein Resinmodell von Pardulon

Mittwoch, 23. Juli 2008

Waldboden

Heute gibt es 4 Bases mit dem Thema Steine und Äste.

Ich habe ein wenig mit Steinen, Ästen, Pilzen und Blumen experimentiert, um Waldboden darzustellen.

Fangen wir an:




Der grosse Stein auf der Base besteht aus angetrockneter und dann zerbrochener Modelliermasse. Die Pilze sind von Hand modelliert. Ich teste gerade ein paar Bemalschemen für die Pilze aus. Der gesprenkelte Ansatz hier gefällt mir sehr gut.






Ein weiterer Stein aus zerbrochener Modelliermasse, dieses mal umrandet von Mininatur Blumen. Das war das erste Mal, das ich die Blumen benutzt habe. Das Ergebnis gefällt mir gut, auch wenn es eine ziemliche Fummelarbeit ist.





Die Äste auf dieser Base stammen von einem kleinen Pflaumenbaum. Sie eignen sich sehr gut, da sie stark vermoost sind. Die Pilze sind wieder Handarbeit, dieses mal mit einem etwas exotischerem Farbschema, das mir aber auch sehr gut gefällt.






Ein weiterer Ast des Pflaumenbaumes. Die roten Farne stammen aus einer alten Bastelbox. Ich habe keine Ahnung, wo sie ursprünglich herkommen. Die Pilze sind dieses mal gekauft. Es handelt sich um Plastikpilze von Busch. Ich wollte mit diesen kleinen Pilzen eine Art Pilzteppich darstellen. Naja, ist ein kleiner Teppich geworden, aber immerhin. :)

Das wars für heute. Als nächstes gibt es Waldtiere.

Samstag, 19. Juli 2008

Bäume: erste Ergebnisse

Hier nun Bilder der drei fertigen Bäume:




Baum #1 war ja schon bekannt. Ich habe die Base noch ein wenig stärker begrünt.




Baum #2 hat als Dekoration einen blühenden Busch erhalten.




Baum #3 füllt die Base recht gut aus und brauchte außer ein wenig Efeu und Gras nach der Belaubung nichts mehr.



Und hier noch ein Gruppenbild mit einer Warmachine Figur, um die Grössenverhältnisse zu zeigen (anklicken um das Bild in grösserer Auflösung zu sehen).

Generell bin ich mit den Ergebnissen zufrieden. Ich habe allerdings gelernt, dass eine durchgehende Baumkrone eine ganze Menge Äste benötigt, da selbst die recht vielen Äste bei Baum 3 nicht gereicht haben.

Auch haben sich meine Befürchtungen erhärtet, dass die Belaubung sehr zeitaufwendig ist. Mal schauen, ob es noch andere Lösungen gibt.

Als nächstes werde ich mich mit dem Boden beschäftigen. Ich arbeite aktuell an 4 Bases mit Steinen und Ästen.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Bäume: erste Tests

Nichts verbindet man mehr mit einem Wald als Bäume, also habe ich beschlossen mit Bäumen anzufangen.

Mein erster Blick ging Richtung Modelleisenbahnbäume. Leider ergab sich hier ein Problem.

Modelleisenbahnbäume fallen immer in eine der folgenden Kategorien:

a) hässlich wie die Nacht
b) unbezahlbar
c) hässlich wie die Nacht und unbezahlbar


Bevor ich also in die unbezahlbar Region vorstoße, dachte ich mir, probierst du es erst einmal selber.

Wenn man rumprobiert, fängt man am besten klein an. Ich habe mir also vorgenommen 3 kleine Bäume zu erstellen.

Als Basis für die Bäume dienten alte Faller Wurzeln und die Äste wurden mit Teilen von GW Dryaden dargestellt.




Der erste Baum in seiner Rohform. Den Stamm bildet ein Ast von Grey Funnel Line, der mittels Brown Stuff auf die Faller Wurzel gesetzt wurde (welche unter dem Brown Stuff nicht mehr zu sehen ist). Äste und Wurzeln bestehen aus GW Dryaden teilen.




Der zweite Baum besteht lediglich aus der Faller Wurzel und einem Ast. Hier wurde die Base schon mit den üblichen Sand/Steinchen Gemisch versehen und das Ganze wurde bemalt.




Baum Nummer 3 besteht ebenfalls nur aus einer Wurzel und einem Dryadenast. Nach der Bemalung wurde dieser Baum mit Mininatur Produkten belaubt und begrünt. Hinzu kommen zwei kleine Pilze aus Brown Stuff.


Generell gefallen mir die ersten Ergebnisse schon recht gut, der Aufwand für diese kleinen Bäumchen macht mir jedoch schon Sorgen. Vor allem die Belaubung ist sehr zeitintensiv und macht mir bezüglich größeren Bäumen ein wenig Kopfzerbrechen.

In den nächsten Tagen folgen Bilder von allen 3 fertigen Bäumen.

Sonntag, 13. Juli 2008

Einkaufsliste

Der letzte Schritt, bevor der Geländebau losgeht ist der Einkauf.

Werkzeug ist soweit vorhanden, aber an Bastelmaterial fehlt es hier und da noch.


Die Bodenplatten:

Grundmaterial ist hier 4mm dicker Pressspan aus dem nahegelegenen Baumarkt. Mit 40 Cent für eine DIN A4 große Platte ein Schnäppchen.

Darauf kommen 4mm dicke Polystyrol Schaumplatten. Das Zeug wird von Heki hergestellt und nennt sich „Heki Dur“. Recht teuer, aber super zu bearbeiten und recht stabil.

Bezugsquelle: Mezels Lokschuppen


Das Gelände:

Die Bases:

Grundmaterial sind 40mm Rundbases mit einer Höhe von 4mm.




Bezugsquelle: Battlefield Berlin


Modelliermassen:

Für alle grösseren Modellerflächen benutzte ich Milliput, bei kleineren Bereichen nutze ich auch schon mal mit dem stabileren Brown Stuff.

Bezugsquelle: Das Drachental


Miniaturen:

Reaper Minis bieten einige schöne Minis, die für das Projekt interessant sein können, vor allem die Figuren aus ihren „Familiars“ Reihen.

Bezugsquelle: Battlefield Berlin


Auch interessant sind einige der Resin Minis von Pardulon. Besonders haben es mir hier die Nager angetan.

Bezugsquelle: Pardulon


Die Metallbausätze für Würzeln und kleine Bäume von Grey Funnel Line sind sehr interessant. Ob ich sie in ihrer Rohform verwenden werden oder als Basis für Eigenbauten nutze, wird sich zeigen.

Bezugsquellen: Pardulon, Grey Funnel Line


Als letztes haben wir dann noch die Plastikdryaden von Games Workshop. Sie bieten einige Interessante Bits für den Waldbau, allem voran die schön ausmodellierten Äste.

Bezugsquelle: Das Drachental


Belaubung / Begrünung:

Den Großteil der Begrünung wird mit Produkten von Silhouette / Mininatur geschehen. Die Produkte haben mich völlig begeistert und sind ein Grundstein für das Projekt.

Bezugsquellen: Das Drachental, Grey Funnel Line, Langmesser Modellwelt


Sehr gut sind auch die Materialien von Anita Decor. Die Produktpalette ist recht klein, aber auch sehr wichtig für das Projekt.

Bezugsquellen: Langmesser Modellwelt


Bei den Produkten von Gale Force 9 gibt es im Begrünungsbereich nicht viel, was mich wirklich überzeugt, das was sie uns aber als Sommerlaub verkaufen wollen gibt ausgezeichnetes Moos ab und kommt auch noch in 3 Farben gleichzeitig daher.

Bezugsquellen: Das Drachental



Das sollte es erst einmal gewesen sein. In den nächsten Tagen gibt es Bilder von den ersten kleinen Testbäumchen.

Samstag, 12. Juli 2008

Konzept

Bevor ich loslege muss ich mir erst einmal im Klaren darüber sein, was ich denn genau machen will. Ich muss einige Rahmenbedingungen festlegen.

Grundaufbau:

Das Gelände soll aus verschieden großen Basisplatten aus Holz & Kunststoff bestehen, in welche runde Vertiefungen geschnitten werden.

In diese Vertiefungen kommen 40mm Rundbases, auf denen sich das eigentliche Gelände befindet.

Ist das Gelände im Weg, so kann die Base entfernt und durch eine leere 40mm Base als Platzhalter ersetzt werden.

Die Gundplatten:

Da es für Modelle problemlos möglich sein soll, die Grundplatten zu überqueren, sollte sich auf der Grundplatte selber kein Gelände befinden. Auf die Platten wird lediglich Sand als Bodenmaterial aufgetragen. Zusätzlich können noch unpassierbare Elemente wie Steinformationen fest auf der Grundplatte gesetzt werden.

Jede Platte sollte mindestens 3 Vertiefungen für Bases haben. Eine maximale Anzahl gibt es nicht.

Das Gelände auf den Bases:

Mit dem Gelände auf den Bases wird der Wald dargestellt. Es geht hier darum einen Fantasy-Wald zu erstellen, es können also auch Pflanzen und Kreaturen auftreten, die es in der reellen Welt nicht gibt. Generell ist Realismus schön, aber nicht der wichtigste Aspekt. Ein leichter comichafter Touch bei Pflanzen und Tieren ist ok.

Generell gelten für die Bases folgende Rahmenbedingungen

- Die Base muss stabil sein (Spielgelände)
- Das Gelände sollte nicht zu weit über die Base hinausragen

Freitag, 11. Juli 2008

Der Anfang

Tach und willkommen zu meinem Blog.

Das Wichtigste zuerst - worum geht’s hier.

Es geht um Tabletops, Gelände und Modellbau. Genauer gesagt geht es um das Erstellen von Waldgelände für 28mm Tabletops.

Grundsätzlich ist es nicht schwer einen Wald für ein Tabletop zu erstellen. Man nehme ein stabile Base, pinselt sie grün an und klebt ein paar Modelleisenbahnbäume drauf – fertig.

Nun ja, ein bisschen mehr darf es dann schon sein, auch ein bisschen viel mehr. Und damit das Ganze beim spielen nicht stört, soll man die einzelnen Waldelemente von der Base entfernen können, wenn sich etwas durch den Wald hindurch bewegen soll (deshalb das Wörtchen „modular“ im Titel).

Gemacht habe ich sowas noch nie, gespannt was rauskommt bin ich aber auf jeden Fall.